Chronik / Geschichte von Uffeln

In der Chronik wird die Geschichte Uffelns von seiner erstmaligen Erwähnung bis zur Gegenwart dargestellt. Da mir nur wenige Informationen aus der älteren und jüngeren Geschichte Uffelns vorliegen, bin ich für diese Zusammenstellung auf Ihre Unterstützung angewiesen. Kontakt: martina.nentwig(at)web.de

Jahr
Ereignis
2014
  • September: Teilnahme am Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft«
  • Mai: Feierliche Eröffnung des umgebauten und erweiterten Gemeindezentrums der Evangelischen Kirche am 5.5.13. Dieses trägt den neuen Namen „Zachäus Gemeindezentrum"
2013
  • Juni: Erster Spatenstich für den Bau des neuen Gemeindezentrums der evangelischen Kirche. Das Gemeindehaus wird dabei zu einem Gottesdienstraum ausgebaut.
2012
  • Nachdem die Landeskrche eine Übernahme der Friedenskirche und des Friedhofs von der Stadt Vlotho aufgrund der zu erwartenden Verluste im Friedhofbetrieb ablehnte, beschließt die Kirchengemeinde Uffeln einen Anbau am Gemeindehaus Richtung Sonnenhang. Die Raumhöhe von sechs Metern, die durch einen Dachdurchbruch erzielt werde, soll eine helle Gottesdienststätte schaffen. Der quadratische Raum mit einem Platzangebot von 100 Plätzen könne vergrößert und das Platzangebot für besondere Anlässe auf 200 Plätze erweitert werden. Ein Glockenturm und zwei weitere Gruppenräume sind vorgesehen. Der Friedhof und die Friedenskirche als Totenkapelle werden von der Stadt Vlotho weiter betrieben. Bis zur Fertigstellung der Gottesdienststätte am Gemeindehaus werden die ehemaligen Lagerräume von Schlecker im Hause Gieselmann an der Mindener Staße 32 für Gottesdienste genutzt.
2011
  • September/Oktober: Vereinter Widerstand gegen einen Südbahn-Ausbau und die damit verbundene Verlärmung Uffelns. Aktionsbündnis Südbahn
  • Juni: Bäckerei Rinne feiert das 75jährige Jubiläum
  • September: Eröffnung des neuen Ausstellungszentrums von Pronorm im Höferfeld
  • September: Einweihung des neugestalteten Kreisels an der Mindener Straße (L 778). Zur Erinnerung an die früheren Uffelner Werften zieren diesen ein Anker und ein Fahnenmast. Mit Hilfe von Sponsoren (u.a. Firma Reckermann, Volksbank, Firma Obolith, Gartenbaumeister André Krüger, Abfallbeseitigung Schürmann) und Helfern (u.a. Sven Johanning, Sprecher Landesbetrieb Straßen NRW in Bielefeld) wurde der Kreisel durch den Förderverein Ortsentwicklung Uffeln finanziert.
  • Mai: Projekt-Circus Casselly gastiert erstmals an der Grundschule Uffeln und lässt von den Grundschulkindern ein begeisterndes Programm aufführen.
    Projekt-Circus Casselly
  • ab Februar: Widerstand gegen einen von der Bundesregierung (CDU/CSU, FDP) geplanten zweigleisigen Ausbau der durch Uffeln und Vlotho führenden Bahnstrecke Löhne-Hameln. Nach einem Ausbau würden in einem 24-stündigen Güterverkehr ca. 100 weitere Güterzüge durchrollen. Dramatische Folgen wären: Massiver Lärm für Vlotho, Uffeln und die stark besuchten Campingplätze, Rückbau des Weser-Radweges, Unverkäuflichkeit des maroden Bahnhofs, ...
    Links: NW-News
2010
  • September: Der Tus Westfalia Uffeln feiert sein 100-jähriges Bestehen.
  • Mai: Die zweite "Uffelner Meile" am 16.05. wird mit über 100 Ausstellern wieder ein großer Erfolg.
  • Februar: Die Ev.-lutherische Kirchengemeinde Uffeln plant, den Uffelner Friedhof und die sanierungsbedürftige Friedenskirche von der Stadt Vlotho zu einem symbolischen Kaufpreis von 1 EU zu übernehmen.
  • Januar: Uffelns Ortsvorsteher Horst Witte wird mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
2009
  • Karin Thoma erhält den Bürgerpreis der Stadt Vlotho für ihr Engagement im Förderverein Ortsentwicklung Uffeln.
  • Juli: Die IHT-Holding Minden meldet Insolvenz an, wovon auch die Uffelner Händler "August Hoffmann" und "Rosemeier Bautechnik" betroffen sind. 30 Mitarbeiter in Uffeln werden gekündigt.
2008
  • Dezember: Der Vlothoer Künstler Professor Ferdinand Bierbaum, der seit vielen Jahren in Uffeln lebte und hier sein Atelier hatte, ist im Alter von 84 Jahren gestorben.
  • April: Gründung eines Kindergarten-Fördervereins ("Die Hamsterbande").
  • März: Der Grundschule Uffeln wird die Evangelische Grundschule Exter als Dependance angeschlossen. Hintergrund ist, dass die vakante Rektorenstelle der Grundschule Exter trotz viermaliger Ausschreibung nicht besetzt werden konnte.
2007
  • Oktober: Die Stadt Vlotho schließt den Sportplatz im Zentrum von Uffeln (Jahnstraße).
  • September: Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Uffeln wird am 1. September eigenständig. Damit wird eine Trennung von Holtrup und Vennebeck vollzogen. Erste Pfarrerin wird Renate Wefers.
  • April: Der Förderverein Ortsentwicklung Uffeln e.V. veranstaltet die erste "Uffelner Meile" (Programm); Link: Nachbetrachtung des THW
  • März: Das Land NRW baut einen Radweg entlang der Rintelner Straße. Dieser reicht jedoch (noch) nicht bis Borlefzen.
  • Februar: Die Grundschule Uffeln erhält von der Bezirksregierung Detmold in einer Qualitätsanalyse gute bis sehr gute Noten. Die Prüfer loben vor allem den gepflegten und ansprechenden Eindruck des Schulgebäudes und das gemeinsam mit den Eltern gestaltete Naturgelände hinter dem Gebäude.
  • Januar: Erneute Proteste von Bürgern aus Vlotho und weiteren Städten der Umgebung gegen eine Müllverbrennung im Gemeinschaftskraftwerk Veltheim durch die Gesellschafter EON (67%) und Stadtwerke Bielefeld (33%).
2006
  • März: Nach einer inoffiziellen Einweihung im August 2005 wird der beliebte Platz zwischen Eisdiele, Zeitungskiosk/Post und Volksbank nun auch offiziell als "Europa-Eck" gewidmet.
2005
  • Oktober: Der Zirkus Sperlich findet nach dem Aufenthalt vor dem Sportplatz Uffeln keinen neuen Standplatz und benötigt finanzielle Hilfe für die Behandlung eines Kindes. Vlothoer Firmen und Bürger helfen dem Zirkus, der Anfang November weiter zieht.
  • Juli: "Die Kochprofis" von RTL II, Kochstar Ralf Zacherl und seine Kollegen Stefan Marquard, Martin Baudrexel und Mario Kotaska drehen eine Folge auf dem "Borlefzer Hof". Link:  => RTL 2
  • Juni: Schulfest in der Grundschule Uffeln, gleichzeitig geht die Website http://www.grundschule-uffeln.de online
  • Juni: Uffelner protestieren gegen die Müllverbrennung im Kohlekraftwerk Porta Westfalica-Veltheim durch EON
  • Mai: Fertigstellung eines dringend benötigten Fußgängerübergangs mit Zebrastreifen an der Mindener Straße
2004
  • November: Der erste Adventsmarkt auf dem Schulhof der Grundschule findet großen Anklang.
  • Oktober: Wahl von Horst Witte (SPD) zum Ortsvorsteher von Uffeln als Nachfolger von Edith Sellmann (CDU)
  • Oktober: Die Website www.uffeln.de geht online.
  • Juli: Gründung des Fördervereins "Ortsentwicklung Uffeln" in der Gaststätte "Samos" mit 15 Gründungsmitgliedern
2003
  • September: Nach Widerständen der Anlieger wird die seit vielen Jahren verfolgte Planung, den "Borlefzener Kichweg" auszubauen und mit Bürgersteigen zu versehen, um den Schwerlastverkehr aus der innerörtlichen Buhnstraße umlenken zu können, vom Rat der Stadt Vlotho aufgegeben. Der Kreis Herford hatte bereits eine Finanzierungszusage für den Straßenausbau gegeben.
2000
1999
1988
  • Auch die zweite Uffelner Werft "Friedrich Rasche" (gegründet 1879) schließt ihr Werk. Das Gelände wird heute von der Reckermann GmbH genutzt.
1986
  • Die Friedhofskapelle Uffeln erhält den Namen "Friedenskirche".
1984
  • Die Uffelner Werft Büsching & Rosemeyer (gegründet 1909) muss Insolvenz anmelden. Auf dem Grundstück befindet sich heute die Schilderfabrik und Siebdruckerei Sellmann.
  • Gerhard Wattenberg (SPD) wird zum Bürgermeister von Vlotho gewählt.
1983
  • Am 15. Oktober 1983 um 7.09 Uhr wird mit der Sprengung der alten Weserbrücke begonnen. Die Abbrucharbeiten dauern bis zum November.
1981
  • Bürgermeister Heinz Reinhardt gibt die neue Weserbrücke am 18.09.1981 für den Verkehr frei. Maße der Brücke: Länge: 550 m, Breite: 21,25 m (breiteste Stelle), Höhe 16,20 m
1979
  • Nach dem plötzlichen Tod von Bürgermeister Rudolf Kaiser wird der Uffelner Wilhelm Weber vom 30.08.1978 - 16.10.1979 Bürgermeister von Vlotho. Nach der Kommunalwahl wird Weber zum Stellvertreter von Bürgermeister Heinz Reinhardt (CDU/VBU) gewählt.
1978
  • Baubeginn für die neue Weserbrücke am 10.08.1978 in Uffeln auf dem Grundstück von Landwirt Meyerbröker
1977
  • Das traditionsreiche Gasthaus Heilemeier im Zentrum von Uffeln brennt ab. Heute steht an dieser Stelle ein Wohn- und Geschäftshaus (u.a. mit Arzt und Volksbank). Ein Bild an dem neuen Haus zeugt von dem früheren Gasthaus.
1976
1973
  • Die Gemeinde Uffeln (bisher Landkreis Minden) wird ab dem 1.1.1973 im Rahmen der Gebietsreform der Stadt Vlotho (Kreis Herford) zugeordnet. Der zuletzt amtierende Uffelner Bürgermeister Wilhelm Weber (Unabhängige Wählergemeinschaft, UWG) wird stellvertretender Bürgermeister von Vlotho.
1972
  • Am 21.Dezember 1972 tritt der Uffelner Gemeinderat im Gemeindehaus zum letzten Mal zusammen.
  • Im sog. Bielefeldgesetz beschließt der Landtag NRW, dass Uffeln (seinerzeit eine vermögende, schuldenfreie Gemeinde) in die Stadt Vlotho eingegliedert wird. Damit gehen erhebliche Vermögenswerte über, inklusive Gemeindekasse. Dafür muss Vlotho den Uffelnern einige in der Zukunft zu erbringende Leistungen versprechen. Siehe Bielefeldgesetz, Anlage 18 bzw. Seite 154 ff: Bielefeld-Gesetz vom 24. Oktober 1972
  • Am 6. Juni 1972 wird der Kindergarten Uffeln mit 85 Kindern eröffnet. Die Einweihung fand damals mit einer Schlüsselübergabe vom Architekten Lücke an den Bürgermeister Wilhelm Weber statt. Der reichte den Türöffner an Pfarrer Arning weiter, der als Vertreter des Kirchenkreises nach Uffeln gekommen war. Erste Leiterin des Kindergartens war Margret Kühme (jetzt Diestelhorst).
  • Pastor Rüdiger Bremme wird der erste Gemeindepfarrer im Gemeindebezirk Uffeln (1972-1990).
1971
  • Uffeln erhält als zweiter Pfarrbezirk der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Holtrup-Uffeln ein eigenes Gemeindezentrum.
  • Die bisherige Grund- und Hauptschule Uffeln wird zu einer reinen Grundschule.
1969
  • Fertigstellung des Schiffes "Havelstern" (1969, 62 Meter lang / 8 Meter breit / bis 500 Personen) durch die Uffelner Werft "Büsching & Rosenmeyer" [Hier stellvertretend aufgeführt für weitere Schiffe wie "Moby Dick" (*1972, 48 Meter lang /8 Meter breit / bis 486 Personen ) oder Schöneberg, ursprünglich: Helena (*1973, 40 Meter lang / 6 Meter breit / bis 290 Personen)]. Alle Schiffe sind noch heute in Berlin auf der Spree und auf dem Wannsee im Einsatz.
  • Wilhelm Weber wird am 20.11.1969 neuer Bürgermeister von Uffeln und bleibt dies bis zum 31.12.1972 (Eingemeindung nach Vlotho).
1968
  • Am 13.10.1968 wird in Uffeln eine Volksbefragung über die Frage durchgeführt, ob Uffeln der Stadt Vlotho oder der Stadt Porta Westfalica angeschlossen werden soll. Für Vlotho werden 685, für Porta Westfalica werden 323 Stimmen abgegeben.
1967
  • Die Volksschule Uffeln wird am 1. August 1967 in eine Grund- und Hauptschule umgewandelt.
1965
  • Die Einwohnerzahl beträgt 2.988.
1964
  • Am 28.7.1964 beziehen die Schüler die neue, zentrale Schule Uffelns.
1962
  • Am 9. November 1962 wird Richtfest beim Bau der Zentralschule Uffelns gefeiert.
1959
  • Bau einer Friedhofskappelle auf dem Friedhof in Uffeln (1986 Umbenennung in Friedenskirche) durch die Gemeinde Uffeln
1958
1956
1955
  • Uffelns Einwohnerzahl wächst - auch bedingt durch die Ansiedlung von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg - auf 2.673.
  • Der neu ausgebaute Weserhafen in Vlotho wird wieder in Betrieb genommen.
1951
  • Am 30. März 1951 wird die wiedergestellte Weserbrücke eingeweiht. Die Benutzung der Brücke ist kostenlos.
1946
  • Karl Fromme wird zum Bürgermeister von Uffeln gewählt. Er bleibt dies vom 01.10.1946 bis zum 08.11.1969.
1945
  • Am 03.04.1945 (zum Ende des Zweiten Weltkrieges) werden die Weserbrücke und die Eisenbahnbrücke zwischen Vlotho und Uffeln im Rahmen der "Aktion Werwolf" durch Pioniere der Deutschen Wehrmacht gesprengt. Diese militärisch sinnlose Aktion mit großem wirtschaftlichem Schaden für Uffeln und Vlotho geschah einen Tag vor dem für Vlotho letzten Tag des Krieges. Vorläufig übernimmt wieder ein Fährbetrieb die Verbindung. 
1939
  • Uffeln hat 1.936 Einwohner.
1938 ff.
  • Novemberprogrom und Judenverfolgung: Es liegen zur Zeit keine Informationen darüber vor, ob zur Zeit des Nationalsozialismus in Uffeln Juden gelebt haben. Über die Verbrechen an den ca. 85 Vlothoer Juden gibt die Webseite der Mendel-Grundmann-Gesellschaft Auskunft.
1937
  • Einstellung des Fährbetriebes auf der Weser
1936
  • Bau des Wasserwerkes Twielenborn, das den Buhn bis 1966 mit Wasser versorgt.
1933
  • Ausgrabungen auf dem Buhn: siehe "2000 bis 3000 v. Chr."
1930
  • Beginn des Kiesabbaus in Uffeln (heute Kiesteich)
1928
  • Am 28.03.1928 wird die erste Weserbrücke zwischen Uffeln und Vlotho dem Verkehr übergeben. Für die Nutzung der 375 Meter langen Brücke wird ein Brückengeld erhoben (Fußgänger 5 Pfennig, Radfahrer 10 Pfennig, Kraftfahrer kostenlos). Der Bau der Brücke kostet 1,145 Mio. Reichsmark.
1926
  • Eröffnung der ersten städtischen Vlothoer Badeanstalt auf dem Werder an der Weser. Diese wurde durch ein Hochwasser 1943 zerstört. Dem provisorischen Aufbau folgte die endgültige Schließung mit der Eröffnung des Waldfreibads in Valdorf 1955.
    Erinnerungen und Visionen des Uffelners Fritz Lindemann
1925
  • Uffelns Bürger stimmen über eine mögliche Eingemeindung Uffelns in den Verwaltungsbereich Vlothos ab. Von den 840 stimmberechtigten Einwohnern entscheiden sich 97 % für die Eingliederung. Die Befürwortung ist wohl auch deshalb so hoch, um den Bau der Weserbrücke zu erreichen. Der Kreis Minden, der sich an der Finanzierung des Brückenbaus beteiligen soll, lehnt jedoch den Antrag auf Eingemeindung Uffelns in die Stadt Vlotho ab. Um den Brückenbau nicht zu verhindern, verzichtet die Stadt Vlotho auf die Forderung zur Eingemeindung Uffelns.
1924
  • Die Uffelner beantragen beim Vlothoer Rat die finanzielle Beteiligung am Bau einer Weserbrücke. Der Vlothoer Rat macht eine Eingemeindung Uffelns in den Verwaltungsbereich Vlothos zur Voraussetzung der finanziellen Beteiligung. Die Gemeinde Uffeln gehört bis dahin zum Amt Hausberge. Als Formen der Eingemeindung kommen die Eingliederung Uffelns in die Stadt Vlotho oder in das Amt Vlotho in Betracht. Im letzteren Fall bliebe Uffeln eine selbständige Gemeinde. 
1923
1910
  • Im Gasthaus Heilemeier wird der Sportverein "Grüne Eiche" gegründet, dem folgt 1933 der Verein "Einigkeit" und schliesslich am 2.11.1945 der "TuS Westfalia Uffeln". Alle 3 Vereine stehen in jeweiliger Nachfolgeschaft und bilden somit die Vereinsgeschichte des TuS Westfalia Uffeln.
1895
  • Einweihung einer Volksschule auf dem Buhn. Uffeln hat damit zwei Schulen.
1889
  • Gründung des Schützenvereins Uffeln. Nachdem die erforderliche Genehmigung zur Vereinsgründung von den Aufsichtsbehörden zunächst versagt wurden, war es 1889 soweit. Dadurch konnte eine bevorstehende Kaiserparade auch von den Uffelnern besucht werden.
1882
  • Bau einer neuen Grundschule (heutige Straße: Schulgarten). Unterrichtet werden zunächst 30 Kinder. Das davor genutzte erste Schulgebäude (gebaut um 1800, Standort: Nähe WEZ) reichte für die wachsende Schülerzahl nicht mehr aus.
1879
  • Die Weser wird zur Schiffbarmachung durch die preußische Verwaltung auf eine einheitliche Breite und Tiefe gebracht. Dies erfolgt durch Befestigen der Ufer und Konzentrieren der Strömung durch Buhnen. Ziel war eine durchgehende Wassertiefe von 1,00 m oberhalb und 1,25 m unterhalb Mindens. Quelle: Vlothoer Anzeiger / Weserfreunde e.V., Link: "Als die Natur noch Baumeister war"
1872
  • Bau der Eisenbahnbrücke zwischen Vlotho und Uffeln. Dampfer mussten von nun an vor der Brücke ihre Schornsteine kippen.
1858
  • Uffeln, das bis dahin mit Holtrup eine Gemeinde bildet, wird eine eigene Gemeinde.
1841
  • Am 20. Januar 1841 erreicht die Weser mit 8,91 Meter das bis heute größte Hochwasser seit Beginn der Messungen. Der normale Pegelstand beträgt ca. 2 Meter.
1750
  • Mit der Einführung der Hausnummern um 1750 wird aus dem Dorf Uffeln eine politische Gemeinde mit einem Ortsvorsteher. Die Gemeinde umfasste das alte Dorf Uffeln sowie das Gebiet zwischen den Bauernschaften "In den Höfen", Borlefzen und "Buhner Mark".
1581
  • Aus einem Prozess vor dem Reichskammergericht zu Speyer zwischen dem Stift Minden und der Grafschaft Ravensberg stammt die erste Karte von Uffeln. Während Uffeln zum Stift Minden gehörte, befand sich das "Ambt Vlothowe" in der "Graefschaft Ravensbvrg" des Herzogs von Jülich. Umstritten war, ob der westliche oder der östliche der seinerzeit bestehenden zwei Weserarme älter war und damit den ursprünglichen Grenzverlauf bildete. Von dem holländischen Mercator wird das heutige Uffeln als "Oeffele" bezeichnet, was die Aussprache durch die Ortsansässigen aber wohl nicht korrekt wiedergegeben hat: In einem Grenzprotokoll von 1562 war bereits der Name Uffeln aufgeführt.
1336
  • Eine Weserfähre zwischen Uffeln und Vlotho geht in Betrieb.
1260
  • In einem lateinischen Zeugnis - es ist das älteste Güter- und Einkünfteverzeichnis des Mindener Domkapitals - wird "Brunlevessen" - das heutige Borlefzen - genannt.  Das Zeugnis wird im Staatsarchiv Münster aufbewahrt.  Es führt auf, dass eine Schenkung von zwei Hufen (ca. 60 Morgen Land) von dem Gut an das Domkapitel gemacht wurde. Borlefzen bestand daraufhin aus Eigengut und Lehen.
1258
  • Im Zusammenhang mit der Gründung des Klosters Segenstal im Jahr 1258 in Vlotho führt in einer Urkunde kein geringerer als Papst Alexander IV. das seinerzeit "Uflen" genannte Uffeln auf. Dies ist die erstmalige - eindeutige - urkundliche Erwähnung Uffelns.
1193
  • Erstmalige Erhebung eines Weserzolls, der die Schiffer zum Anlaufen des Vlothoer Anlegeplatzes zwingt.
779
  • Gemäß den fränkischen Reichsannalen haben sich in "Medofulli" an der Weser in der Zeit der Sachsenkriege 779 die Sachsen dem siegreichen Frankenkönig Karl dem Großen unterworfen. Es ist allerdings nicht zweifelsfrei geklärt, dass dieser Ort mit Uffeln an der Weser identisch ist.
2000 bis
3000
v. Chr.
  • Im Jahre 1933 werden auf dem Buhn, in der Nähe der jetzigen Doktorstraße, Hügelgräber (Hünengräber) freigelegt.  Unter einer ca. 1,5 m hohen Erdaufschüttung wurden in einem Steinkammergrab (190 cm Länge / 90 cm Breite) zwei Leichen beigesetzt. Ferner werden Asche von Leichenverbrennungen sowie 12 weitere Gräber entdeckt. Die Gräber deuten darauf hin, dass Uffeln bereits in der Jungsteinzeit besiedelt war.  Die Übererreste der Gräber sind heute weitgehend verschwunden.
4000
v. Chr.
  • Werkzeugfunde in der alten Kiesgrube Uffeln lassen darauf schließen, dass Uffeln mindestens seit dem Mesolithikum, der mittleren Steinzeit (4.000 v. Chr.), besiedelt ist. (Quelle: Wikipedia)

Maßgebliche Quellen:
  • "Über 1000 Jahre Kirchspiel Holtrup-Uffeln", Pfarrer Rüdiger Bremme, Holtrup/Vennebeck/Uffeln, 1991
  • "Die Eingemeindung Uffelns in den Verwaltungsbereich von Vlotho und ihre voraussichtlichen wirtschaftlichen Folgen", Dr. Hermann Giesel, 1956
    Herrn Dr. Giesel, ein gebürtiger Uffelner, der seit vielen Jahren in Haan/Rhein wohnt, sei an dieser Stelle besonders gedankt.
  • Deutsches Geschlechterbuch, Band 219 - "Borleffs", freundlicherweise übersandt von Prof. Dr. Jan C.C. Borleffs aus Bilthoven, Niederlande
  • "Vlothoer Impressionen", Deppe + Hölscher / Casselmann, ca. 1983

Weitere Quellen / Informationen über die Geschichte Uffelns:


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