Chronik / Geschichte von Uffeln

In der Chronik wird die Geschichte Uffelns von seiner erstmaligen Erwähnung bis zur Gegenwart dargestellt. Da mir nur wenige Informationen aus der älteren und jüngeren Geschichte Uffelns vorliegen, bin ich für diese Zusammenstellung auf Ihre Unterstützung angewiesen. Kontakt: martina.nentwig(at)uffeln.de

Jahr
Ereignis
2010
  • Mai: Die zweite "Uffelner Meile" am 16.05. wird mit über 100 Ausstellern wieder ein großer Erfolg. Link: Artikel im Vlothoer Anzeiger
  • Februar: Die Ev.-lutherische Kirchengemeinde Uffeln plant, den Uffelner Friedhof und die stark sanierungsbedürftige Friedenskirche von der Stadt Vlotho zu einem symbolischen Kaufpreis von 1 EU zu übernehmen. Anschließend soll die Kirche renoviert und erweitert werden sowie ein Parkplatz oberhalb der Kirche entstehen.
  • Januar: Härtester Winter seit Jahrzehnten. Schulbusse erreichen die Schüler auf dem Buhn nicht mehr, viele Straßen reißen auf, Müll wird nicht abgeholt und bleibt an den Straßen zurück.
2009
  • September: Rainer Hoffmann (SPD) nimmt sein in Uffeln direkt gewonnenes Ratsmandat nicht an und wird durch Herrn Dr. Wilkiewicz aus Vlotho ersetzt. Link: Artikel im Vlothoer Anzeiger
  • Karin Thoma erhält den Bürgerpreis der Stadt Vlotho für ihr Engagement im Förderverein Ortsentwicklung Uffeln.
  • August: Ergebnisse der Wahl des Stadtrats Vlotho (34 Sitze) in % von Uffeln [Vlotho gesamt]
    • SPD 39 [34] -> 12 Ratssitze => 3 Vertreter aus Uffeln (Hr. Hoffmann, Hr. Urbaneck, Hr. Witte)
    • CDU 35 [32] -> 11 Ratssitze => 3 Vertreter aus Uffeln (Fr. Klocke, Hr. Flaake, Hr. Wehr)
    • GLV 11 [15] -> 5 Ratssitze => 1 Vertreter aus Uffeln (Hr. Petzholdt)
    • FDP 11 [13]  -> 4 Ratssitze => 1 Vertreter aus Uffeln (Hr. Stocksmeier)
    • Die Linke 4 [6] -> 2 Ratssitze => kein Vertreter aus Uffeln
    • Bürgermeister von Vlotho bleibt Hr. Stute mit 85 % der Stimmen (Einzelbewerber Koch: 15 %).
  • August: Wahlkampf in Uffeln. Die Bewerber in Uffeln wollen sich u.a. einsetzen für eine kurzfristige Sanierung der Buhnstraße als Hauptverkehrsstraße zum Wohn- und Industriegebiet Uffeln-Buhn, Schulwegsicherung (u.a. Jahnstraße, Mindener Str. / Heide / Schulgarten), Radweg Rintelner Str., Attraktivätssteigerung des Kinderspielplatzes Harksiek
  • Juli: Die IHT-Holding Minden meldet Insolvenz an, wovon auch die Uffelner Händler "August Hoffmann" und "Rosemeier Bautechnik" betroffen sind. 30 Mitarbeiter in Uffeln werden gekündigt. Link: Artikel im Vlothoer Anzeiger
  • Juni: Europawahl, Ergebnisse in % von Uffeln (ohne Briefwahl), [Vlotho gesamt]: CDU 38 [37], SPD 32 [28], FDP 12 [12], Grüne 10 [11], Die Linken 4 [5], Andere 4 [3]
  • April: Der Vlothoer Anzeiger recherchiert, dass ein Ausbau der Buhnstraße nicht vor 2010 erfolgen wird. Link: Hauptverkehrsstraße wird nicht vor 2010 ausgebaut
  • März: Die Buhnstraße ist aufgrund des durchfließenden Schwerlastverkehrs vom/zum Gewerbegebiet auf dem Buhn in desaströsem Zustand. Um die Straße vor der notwendigen Sanierung befahrbar zu erhalten, prüft die Stadt Vlotho eine Umleitung des Schwerlastverkehrs. Artikel im Vlothoer Anzeiger vom 19.03.09 "Retten was noch zu retten ist"
  • Februar: Bürgermeister Stute besichtigt den Kindergarten Uffeln. Dabei wird vom Kindergarten eine Liste wichtiger Investitionen übergeben (z.B. Windfang).
2008
  • Dezember: Der Vlothoer Künstler Professor Ferdinand Bierbaum, der seit vielen Jahren in Uffeln lebte und hier sein Atelier hatte, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Artikel im Mindener Tageblatt
  • Dezember: Für die F.D.P. rückt der Uffelner Andreas Stocksmeier in den Vlothoer Stadtrat ein.
  • September: Abriss der Anlagen auf dem Sportplatz Uffeln
  • Mai: Letzmaliges Sportfest des TuS Westfalia auf dem Sportplatz Uffeln
  • April: Der Rat der Stadt Vlotho erklärt die Buhnstraße im Flächennutzungsplan zur "verkehrswichtigen innerörtlichen Straße", da sie als Sammelstraße für diverse Wohnbaugebiete sowie das Gewerbegebiet Buhn fungiert.
  • April: Gründung eines Kindergarten-Fördervereins ("Die Hamsterbande"). Zur Vorsitzenden wird die Initiatorin Andrea Bartels gewählt.
  • März: Die Grundschule Uffeln wird von der Stadt Vlotho mit der Grundschule Exter zur Verbundschule Uffeln-Exter zusammen geschlossen. Hintergrund ist, dass die vakante Rektorenstelle der Grundschule Exter trotz viermaliger Ausschreibung nicht besetzt werden konnte.
2007
  • Oktober: Die Stadt Vlotho legt fest, dass der Sportplatz im Zentrum von Uffeln geschlossen wird.
  • September: Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Uffeln wird am 1. September eigenständig. Damit wird eine Trennung von Holtrup und Vennebeck vollzogen. Erste Pfarrerin wird Renate Wefers.
  • April: Der Förderverein Ortsentwicklung Uffeln e.V. veranstaltet die erste "Uffelner Meile" (Programm); Link: Nachbetrachtung des THW
  • März: Das Land NRW baut einen Radweg entlang der Rintelner Straße. Dieser reicht jedoch (noch) nicht bis Borlefzen.
  • Februar: Die Grundschule Uffeln erhält von der Bezirksregierung Detmold in einer Qualitätsanalyse gute bis sehr gute Noten. Die Prüfer loben vor allem den gepflegten und ansprechenden Eindruck des Schulgebäudes und das gemeinsam mit den Eltern gestaltete Naturgelände hinter dem Gebäude.
  • Januar: Erneute Proteste von Bürgern aus Vlotho und weiteren Städten der Umgebung gegen eine Müllverbrennung im Gemeinschaftskraftwerk Veltheim durch die Gesellschafter EON (67%) und Stadtwerke Bielefeld (33%).
2006
  • September: Die "Vlothoer Informationstage (VIT)" auf dem Gelände der Fa. Kordes verzeichnen eine weiter ansteigende Beteiligung von Ausstellern und sehr gute Besucherzahlen.
  • April: An der Buhnstraße ("Up´n Plasse") wird erstmals feierlich ein Maibaum mit einer Höhe von 14 Metern und typischen Uffelner Motiven aufgestellt.  Die beteiligten Bürger möchten in Uffeln eine Tradition mit Maibaum und Maifeier entstehen lassen.
  • März: Nach der inoffiziellen Einweihung im Jahr 2005 wird der beliebte Platz zwischen Eisdiele, Zeitungskiosk/Post und Volksbank nun auch offiziell als "Europa-Eck" gewidmet.
2005
  • Oktober: Der Zirkus Sperlich findet nach dem Aufenthalt vor dem Sportplatz Uffeln keinen neuen Standplatz und benötigt finanzielle Hilfe für die Behandlung eines Kindes. Vlothoer Firmen und Bürger helfen dem Zirkus, der Anfang November weiter zieht.
  • September: Bundestagswahl, Zweitstimmen-Ergebnisse in % von Uffeln [Vlotho gesamt]: SPD 41 [37], CDU 33 [36], FDP 11 [12], Grüne 7 [7], Die Linke 5 [5], Andere 3 [3]
  • August: Inoffizielle Einweihung des" Europa-Ecks"
  • Juli: "Die Kochprofis" von RTL II, Ralf Zacherl, Martin Baudrexel und Mario Kotaska, drehen eine Folge auf dem "Borlefzer Hof".  => Link
  • Juni: Schulfest in der Grundschule Uffeln, gleichzeitig geht die Website http://www.grundschule-uffeln.de online
  • Juni: Uffelner protestieren gegen die Müllverbrennung im Kohlekraftwerk Porta Westfalica-Veltheim durch EON
  • Mai: Fertigstellung eines dringend benötigten Fußgängerübergangs mit Zebrastreifen an der Mindener Straße
  • Mai: Landtagswahl NRW, Ergebnisse in % von Uffeln [Vlotho gesamt]: SPD 43 [37], CDU 43 [46], FDP 6 [7], Grüne 5 [5], Andere 3 [5]
2004
  • November: Der erste Adventsmarkt auf dem Schulhof der Grundschule findet großen Anklang.
  • Oktober: Wahl von Horst Witte (SPD) zum Ortsvorsteher von Uffeln als Nachfolger von Edith Sellmann (CDU)
  • Oktober: Die Website www.uffeln.de geht online.
  • September: Wahl des Stadtrats Vlotho (34 Sitze): Ergebnisse in Uffeln [Vlotho gesamt]
    • SPD 41 % [36 %] -> 12 Ratssitze => 2 Vertreter aus Uffeln (Hr. Hoffmann, Hr. Witte)
    • CDU 38 % [40 %] -> 13 Ratssitze => 2 Vertreter aus Uffeln (Hr. Vauth*, Hr. Wehr); * scheidet 2/2007 aus Rat aus
    • GLV 13 % [13 %] -> 5 Ratssitze // FDP 8 % [11 %]  -> 4 Ratssitze => keine Vertreter aus Uffeln
  • Juli: Gründung des Fördervereins "Ortsentwicklung Uffeln" in der Gaststätte "Samos" mit 15 Gründungsmitgliedern
2003
  • Oktober: Wahl von Bernd Stute (SPD) zum Bürgermeister von Vlotho als Nachfolger von Lieselore Curländer (CDU), die Landrätin des Kreises Herford wird
  • September: Nach Widerständen der Anlieger wird die seit vielen Jahren verfolgte Planung, den "Borlefzener Kichweg" auszubauen und mit Bürgersteigen zu versehen, um den Schwerlastverkehr aus der innerörtlichen Buhnstraße umlenken zu können, vom Rat der Stadt Vlotho aufgegeben. Der Kreis Herford hatte bereits eine Finanzierungszusage für den Straßenausbau gegeben.
2000
1999
  • September: Wahl des Stadtrats Vlotho (34 Sitze): Ergebnisse in Vlotho
    • CDU 48 % -> 17 Ratssitze => 3 Vertreter aus Uffeln (Fr. Sellmann, Hr. Kortemeyer, Hr. Wehr)
    • SPD 36 % -> 12 Ratssitze => 3 Vertreter aus Uffeln (Fr. Blunk, Hr. Hoffmann, Hr. Witte)
    • GLV 9 % -> 3 Ratssitze // FDP 7% -> 2 Ratssitze => keine Vertreter aus Uffeln
  • September: Bürgermeisterwahl: Gewählt wird Frau Lieselore Curländer (CDU) - 51 %. Weitere Ergebnisse: Jochen Zülka (SPD) - 38 %, August-Wilhelm König (GLV) - 11 %
1988
  • Auch die zweite Uffelner Werft "Friedrich Rasche" (gegründet 1879) schließt ihr Werk. Das Gelände wird heute von der Reckermann GmbH genutzt.
1986
  • Die Friedhofskapelle Uffeln erhält den Namen "Friedenskirche".
1984
  • Die Uffelner Werft Büsching & Rosemeyer (gegründet 1909) muss Insolvenz anmelden. Auf dem Grundstück befindet sich heute die Schilderfabrik Sellmann.
  • Gerhard Wattenberg (SPD) wird zum Bürgermeister von Vlotho gewählt.
1983
  • Am 15. Oktober 1983 um 7.09 Uhr wird mit der Sprengung der alten Weserbrücke begonnen. Die Abbrucharbeiten dauern bis zum November.
1981
  • Bürgermeister Heinz Reinhardt gibt die neue Weserbrücke am 18.09.1981 für den Verkehr frei. Maße der Brücke: Länge: 550 m, Breite: 21,25 m (breiteste Stelle), Höhe 16,20 m
1979
  • Nach dem plötzlichen Tod von Bürgermeister Rudolf Kaiser wird der Uffelner Wilhelm Weber vom 30.08.1978 - 16.10.1979 Bürgermeister von Vlotho. Nach der Kommunalwahl wird Weber zum Stellvertreter von Bürgermeister Heinz Reinhardt (CDU/VBU) gewählt.
1978
  • Baubeginn für die neue Weserbrücke am 10.08.1978 in Uffeln auf dem Grundstück von Landwirt Meyerbröker
1977
  • Das traditionsreiche Gasthaus Heilemeier im Zentrum von Uffeln brennt ab. Heute steht an dieser Stelle ein Wohn- und Geschäftshaus (u.a. mit Arzt und Volksbank). Ein Bild an dem neuen Haus zeugt von dem früheren Gasthaus.
1976
1973
  • Die Gemeinde Uffeln (bisher Landkreis Minden) wird ab dem 1.1.1973 im Rahmen der Gebietsreform der Stadt Vlotho (Kreis Herford) zugeordnet. Der zuletzt amtierende Uffelner Bürgermeister Wilhelm Weber (Unabhängige Wählergemeinschaft, UWG) wird stellvertretender Bürgermeister von Vlotho.
1972
  • Am 21.Dezember 1972 tritt der Uffelner Gemeinderat im Gemeindehaus zum letzten Mal zusammen.
  • Am 6. Juni 1972 wird der Kindergarten Uffeln mit 85 Kindern eröffnet. Die Einweihung fand damals mit einer Schlüsselübergabe vom Architekten Lücke an den Bürgermeister Wilhelm Weber statt. Der reichte den Türöffner an Pfarrer Arning weiter, der als Vertreter des Kirchenkreises nach Uffeln gekommen war. Erste Leiterin des Kindergartens war Margret Kühme (jetzt Diestelhorst).
  • Pastor Rüdiger Bremme wird der erste Gemeindepfarrer im Gemeindebezirk Uffeln (1972-1990).
1971
  • Uffeln erhält als zweiter Pfarrbezirk der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Holtrup-Uffeln ein eigenes Gemeindezentrum.
  • Die bisherige Grund- und Hauptschule Uffeln wird zu einer reinen Grundschule.
1969
  • Fertigstellung des Schiffes "Havelstern" (1969, 62 Meter lang / 8 Meter breit / bis 500 Personen) durch die Uffelner Werft "Büsching & Rosenmeyer" [Hier stellvertretend aufgeführt für weitere Schiffe wie "Moby Dick" (*1972, 48 Meter lang /8 Meter breit / bis 486 Personen ) oder Schöneberg (*1973, 40 Meter lang / 6 Meter breit / bis 290 Personen)]. Alle Schiffe sind noch heute in Berlin auf der Spree und auf dem Wannsee im Einsatz.
  • Wilhelm Weber wird am 20.11.1969 neuer Bürgermeister von Uffeln und bleibt dies bis zum 31.12.1972 (Eingemeindung nach Vlotho).
1968
  • Am 13.10.1968 wird in Uffeln eine Volksbefragung über die Frage durchgeführt, ob Uffeln der Stadt Vlotho oder der Stadt Porta Westfalica angeschlossen werden soll. Für Vlotho werden 685, für Porta Westfalica werden 323 Stimmen abgegeben.
1967
  • Die Volksschule Uffeln wird am 1. August 1967 in eine Grund- und Hauptschule umgewandelt.
1965
  • Die Einwohnerzahl beträgt 2.988.
1964
  • Am 28.7.1964 beziehen die Schüler die neue, zentrale Schule Uffelns.
1962
  • Am 9. November 1962 wird Richtfest beim Bau der Zentralschule Uffelns gefeiert.
1959
  • Bau einer Friedhofskappelle auf dem Friedhof in Uffeln (1986 Umbenennung in Friedenskirche) durch die Gemeinde Uffeln
1958
1956
1955
  • Uffelns Einwohnerzahl wächst - auch bedingt durch die Ansiedlung von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg - auf 2.673.
  • Der neu ausgebaute Weserhafen in Vlotho wird wieder in Betrieb genommen.
1951
  • Am 31. März 1951 wird der Neubau der Weserbrücke eingeweiht. Die Benutzung der Brücke ist kostenlos.
1946
  • Karl Fromme wird zum Bürgermeister von Uffeln gewählt. Er bleibt dies vom 01.10.1946 bis zum 08.11.1969.
1945
  • Am 03.04.1945 (zum Ende des Zweiten Weltkrieges) werden die Weserbrücke und die Eisenbahnbrücke zwischen Vlotho und Uffeln im Rahmen der "Aktion Werwolf" durch Pioniere der Deutschen Wehrmacht gesprengt. Diese militärisch sinnlose Aktion mit großem wirtschaftlichem Schaden für Uffeln und Vlotho geschah einen Tag vor dem für Vlotho letzten Tag des Krieges. Vorläufig übernimmt wieder ein Fährbetrieb die Verbindung. 
1939
  • Uffeln hat 1.936 Einwohner.
1937
  • Einstellung des Fährbetriebes auf der Weser
1936
  • Bau des Wasserwerkes Twielenborn, das den Buhn bis 1966 mit Wasser versorgt.
1933
  • Ausgrabungen auf dem Buhn: siehe "2000 bis 3000 v. Chr."
1930
  • Beginn des Kiesabbaus in Uffeln (heute Kiesteich)
1928
  • Am 28.03.1928 wird die erste Weserbrücke zwischen Uffeln und Vlotho dem Verkehr übergeben. Für die Nutzung der 375 Meter langen Brücke wird ein Brückengeld erhoben (Fußgänger 5 Pfennig, Radfahrer 10 Pfennig, Kraftfahrer kostenlos). Der Bau der Brücke kostet 1145 Mio. Reichsmark.
1926
  • Eröffnung der ersten städtischen Vlothoer Badeanstalt auf dem Werder an der Weser. Diese wurde durch ein Hochwasser 1943 zerstört. Dem provisorischen Aufbau folgte die endgültige Schließung mit der Eröffnung des Waldfreibads in Valdorf 1955.
    Erinnerungen und Visionen des Uffelners Fritz Lindemann
1925
  • Uffelns Bürger stimmen über eine mögliche Eingemeindung Uffelns in den Verwaltungsbereich Vlothos ab. Von den 840 stimmberechtigten Einwohnern entscheiden sich 97 % für die Eingliederung. Die Befürwortung ist wohl auch deshalb so hoch, um den Bau der Weserbrücke zu erreichen. Der Kreis Minden, der sich an der Finanzierung des Brückenbaus beteiligen soll, lehnt jedoch den Antrag auf Eingemeindung Uffelns in die Stadt Vlotho ab. Um den Brückenbau nicht zu verhindern, verzichtet die Stadt Vlotho auf die Forderung zur Eingemeindung Uffelns.
1924
  • Die Uffelner beantragen beim Vlothoer Rat die finanzielle Beteiligung am Bau einer Weserbrücke. Der Vlothoer Rat macht eine Eingemeindung Uffelns in den Verwaltungsbereich Vlothos zur Voraussetzung der finanziellen Beteiligung. Die Gemeinde Uffeln gehört bis dahin zum Amt Hausberge. Als Formen der Eingemeindung kommen die Eingliederung Uffelns in die Stadt Vlotho oder in das Amt Vlotho in Betracht. Im letzteren Fall bliebe Uffeln eine selbständige Gemeinde. 
1923
1910
1895
  • Einweihung einer Volksschule auf dem Buhn. Uffeln hat damit zwei Schulen.
1889
  • Gründung des Schützenvereins Uffeln. Nachdem die erforderliche Genehmigung zur Vereinsgründung von den Aufsichtsbehörden zunächst versagt wurden, war es 1889 soweit. Dadurch konnte eine bevorstehende Kaiserparade auch von den Uffelnern besucht werden.
1882
  • Bau einer neuen Grundschule (heutige Straße: Schulgarten). Unterrichtet werden zunächst 30 Kinder. Das davor genutzte erste Schulgebäude (gebaut um 1800, Standort: Nähe WEZ) reichte für die wachsende Schülerzahl nicht mehr aus.
1879
  • Die Weser wird zur Schiffbarmachung durch die preußische Verwaltung auf eine einheitliche Breite und Tiefe gebracht. Dies erfolgt durch Befestigen der Ufer und Konzentrieren der Strömung durch Buhnen. Ziel war eine durchgehende Wassertiefe von 1,00 m oberhalb und 1,25 m unterhalb Mindens. Quelle: Vlothoer Anzeiger / Weserfreunde e.V., Link: "Als die Natur noch Baumeister war"
1872
  • Bau der Eisenbahnbrücke zwischen Vlotho und Uffeln. Dampfer mussten von nun an vor der Brücke ihre Schornsteine kippen.
1858
  • Uffeln, das bis dahin mit Holtrup eine Gemeinde bildet, wird eine eigene Gemeinde.
1841
  • Am 20. Januar 1841 erreicht die Weser mit 8,91 Meter das bis heute größte Hochwasser seit Beginn der Messungen. Der normale Pegelstand beträgt ca. 2 Meter.
1750
  • Mit der Einführung der Hausnummern um 1750 wird aus dem Dorf Uffeln eine politische Gemeinde mit einem Ortsvorsteher. Die Gemeinde umfasste das alte Dorf Uffeln sowie das Gebiet zwischen den Bauernschaften "In den Höfen", Borlefzen und "Buhner Mark".
1581
  • Aus einem Prozess vor dem Reichskammergericht zu Speyer zwischen dem Stift Minden und der Grafschaft Ravensberg stammt die erste Karte von Uffeln. Während Uffeln zum Stift Minden gehörte, befand sich das "Ambt Vlothowe" in der "Graefschaft Ravensbvrg" des Herzogs von Jülich. Umstritten war, ob der westliche oder der östliche der seinerzeit bestehenden zwei Weserarme älter war und damit den ursprünglichen Grenzverlauf bildete. Von dem holländischen Mercator wird das heutige Uffeln als "Oeffele" bezeichnet, was die Aussprache durch die Ortsansässigen aber wohl nicht korrekt wiedergegeben hat: In einem Grenzprotokoll von 1562 war bereits der Name Uffeln aufgeführt.
1336
  • Eine Weserfähre zwischen Uffeln und Vlotho geht in Betrieb.
1260
  • In einem lateinischen Zeugnis - es ist das älteste Güter- und Einkünfteverzeichnis des Mindener Domkapitals - wird "Brunlevessen" - das heutige Borlefzen - genannt.  Das Zeugnis wird im Staatsarchiv Münster aufbewahrt.  Es führt auf, dass eine Schenkung von zwei Hufen (ca. 60 Morgen Land) von dem Gut an das Domkapitel gemacht wurde. Borlefzen bestand daraufhin aus Eigengut und Lehen.
1258
  • Im Zusammenhang mit der Gründung des Klosters Segenstal im Jahr 1258 in Vlotho führt in einer Urkunde kein geringerer als Papst Alexander IV. das seinerzeit "Uflen" genannte Uffeln auf. Dies ist die erstmalige - eindeutige - urkundliche Erwähnung Uffelns.
1193
  • Erstmalige Erhebung eines Weserzolls, der die Schiffer zum Anlaufen des Vlothoer Anlegeplatzes zwingt.
779
  • Gemäß den fränkischen Reichsannalen haben sich in "Medofulli" an der Weser in der Zeit der Sachsenkriege 779 die Sachsen dem siegreichen Frankenkönig Karl dem Großen unterworfen. Es ist allerdings nicht zweifelsfrei geklärt, dass dieser Ort mit Uffeln an der Weser identisch ist.
2000 bis
3000
v. Chr.
  • Im Jahre 1933 werden auf dem Buhn, in der Nähe der jetzigen Doktorstraße, Hügelgräber (Hünengräber) freigelegt.  Unter einer ca. 1,5 m hohen Erdaufschüttung wurden in einem Steinkammergrab (190 cm Länge / 90 cm Breite) zwei Leichen beigesetzt. Ferner werden Asche von Leichenverbrennungen sowie 12 weitere Gräber entdeckt. Die Gräber deuten darauf hin, dass Uffeln bereits in der Jungsteinzeit besiedelt war.  Die Übererreste der Gräber sind heute weitgehend verschwunden.

Maßgebliche Quellen:
  • "Über 1000 Jahre Kirchspiel Holtrup-Uffeln", Pfarrer Rüdiger Bremme, Holtrup/Vennebeck/Uffeln, 1991
  • "Die Eingemeindung Uffelns in den Verwaltungsbereich von Vlotho und ihre voraussichtlichen wirtschaftlichen Folgen", Dr. Hermann Giesel, 1956
    Herrn Dr. Giesel, ein gebürtiger Uffelner, der seit vielen Jahren in Haan/Rhein wohnt, sei an dieser Stelle besonders gedankt.
  • Deutsches Geschlechterbuch, Band 219 - "Borleffs", freundlicherweise übersandt von Prof. Dr. Jan C.C. Borleffs aus Bilthoven, Niederlande
  • "Vlothoer Impressionen", Deppe + Hölscher / Casselmann, ca. 1983

Weitere Quellen / Informationen über die Geschichte Uffelns:


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